Die Ballade vom traurigen Café

Musikalisches Erzähltheater
nach Carson McCullers und Edward Albee
in einer Mundartfassung von Cornelia Montani und Joe Fenner

"Die kleine Stadt ist trostlos; da ist nicht viel ausser der Baumwollspinnerei, den Hütten für die Arbeiter, einer Kirche mit zwei bunten Glasfenstern und einer schäbigen Hauptstrasse. Das grösste Haus, in der Mitte der Stadt, ist mit Brettern vernagelt und droht einzustürzen".
So beginnt Carson McCullers Novelle "Die Ballade vom traurigen Café".
Doch das vernagelte Haus kannte bessere Zeiten – erst als Kaufladen, wo Miss Amelia allerlei Landes-produkte und den selbstgebrannten Whisky verkaufte, später gar als Café. Entstehung und Beliebtheit verdankt das Café einem Buckligen, der eines Tages zerlumpt und mutlos bei Miss Amelia auftaucht und sich als ihr Vetter Lymon vorstellt. Zur Verblüffung aller nimmt die unnahbare Miss Amelia den Buckligen bei sich auf, kümmert sich sogar liebevoll um ihn. Dank seines unbekümmerten Wesens und Miss Amelias erstaunlicher Wandlung zur Gastgeberin wird das Café bald zum warmen, hellen Treffpunkt des Ortes.
Während hier die Menschen ihr neues Glück geniessen, sinnt in einem fernen Zuchthaus ein Mann auf Rache. Kaum entlassen, kehrt dieser in die Stadt zurück. Und da findet er einen unerwarteten Komplizen für seine düsteren Pläne.
Für Tennessee Williams war Carson McCullers "eine der bedeutendsten modernen Autorinnen Amerikas, wenn nicht der Welt."

Spiel/Musik: Cornelia Montani, Joe Fenner, Daniel Schneider, Kristian Trafelet
Regie: Klaus Henner Russius
Ausstattung: Bernadette Meier
Licht: Joe Fenner
Fotos: Bernhard Fuchs
Grafik: Sophia Murer